Hin- und hergerissen

6 Wochen Corona. 6 Wochen Einschränkungen. 6 Wochen die das Leben auf den Kopf gestellt haben.
Und die Nerven liegen bei vielen blank.

Auch ich bin manchmal hin und her gerissen. Einerseits liebe ich es, mein Kind 24 Stunden um mich herum zu haben. Andererseits vermisse ich doch meine Ruhezeiten.
Die Kommunikation mit meinem Kind ist sehr toll und intensiv geworden, aber manchmal bin ich von dem non-stop Geplapper genervt.

Ich fand auch die berufliche Auszeit toll, da sind viele Inspirationen gekommen. Gerne würde ich es zu einem Teil so bei behalten und doch wünschte ich mir, mein Studio wieder öffnen zu können.

Das gezwungene daheim sein tut gut. Keine Rechtfertigungen vor anderen, warum man nicht weg will. Und doch will ich wieder raus, Freunde und Familie treffen.

Ich denke, solchen Zwiespalt kennen viele und fühlen sich teilweise schlecht dabei. Aber lasst euch gesagt sein, das ist in Umbruchsituationen normal. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und es ist immer einfacher in der Komfortzone zu bleiben. Teilweise wurde uns Entscheidungen abgenommen, teilweise konnten wir uns neu orientieren.
Jetzt ist alles unsicher und ändert sich fast täglich. Da wir solche Situationen nich nie hatten, ist es völlig verständlich, dass wir uns da auch erst neu ordnen müssen.

Wichtig ist dabei, dennoch das Steuer in der Hand und den Fokus aufs Ziel gerichtet zu haben. Wir sind keine Nussschale, die von den Wellen des Lebens hin und her getrieben wird und vielleicht untergeht.
Wenn wir jetzt das Steuer fest halten, werden wir an unserer Wunschinsel nach dem Sturm ankern.

Ich vertraue! Ich bin der Regisseur meines Lebens! Ich bin der Steuermann!

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